Mein Weg zur systemischen Therapie…

Im Laufe meines Berufslebens habe ich verschiedene therapeutische Richtungen kennengelernt und mich mit ihnen auseinandergesetzt. Besonders angesprochen hat mich schließlich der systemische Ansatz, der aus der Familientherapie entstanden ist. In dieser Therapierichtung wird die Person nicht isoliert gesehen, sondern im Zusammenspiel mit dem „System“, in dem sie lebt (z. B. Familie, Freundeskreis, Team,…). Was geschieht zwischen den Menschen, wie reagieren sie aufeinander? Welche Verhaltensweise löst welche Reaktion bei der anderen Person aus? Dabei werden Probleme oder Erkrankungen nicht als Ursache, sondern als Anzeiger für ein aus der Balance geratenes System gesehen. Der Schwerpunkt der systemischen Therapie liegt weniger auf der Erforschung der Ursachen als vielmehr auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten und neuen Sichtweisen.

Neben dem Gespräch nutzt der systemische Ansatz eine Vielzahl von visuellen Darstellungsmöglichkeiten, wie z. B. den Aufbau von Familienskulpturen, der Arbeit mit inneren Bildern, der Darstellung von Persönlichkeitsanteilen oder der Erstellung eines Genogramms (Familienstammbaum im Kontext der Zeit- und Beziehungsgeschichte). Beziehungen und Entwicklungen werden dabei mit Hilfe von Figuren, Seilen, Symbolen,... sichtbar gemacht.